Neuigkeiten zum Kleinostheimer Schulbetrieb
In der Sitzung des Schulbauausschusses am heutigen Donnerstag geht es unter anderem um die zukünftige Mittagsbetreuung der Schulkinder.
Durch den Schulneubau gibt es ab dem neuen Schuljahr 2009/2010 eine Schulkantine mit einer entsprechenden Essensversorgung. Als Vertragspartner ist die Integrationsfirma „PRISKA gGmbH“ im Gespräch.
Diese Firma betreibt bereits einige Schulkantinen im Landkreis Aschaffenburg (z.B.: Spessart-Gymnasium Alzenau, Paul-Gerhardt-Schule Kahl, Hanns-Seidel-Gymnasium Hösbach, Realschule Bessenbach etc.). Angeboten werden zwei Menüs täglich (Fleisch/Fisch, Gemüse/Salat oder eine vegetarische Speise). Zusätzlich gibt es ein Salatbüffet und eine heiße Theke und zum Mittagessen verschiedene Getränke, wie Tee (Früchte-, Kräutertee etc.), Apfelschorle und Mineralwasser.
Bei Priska arbeiten behinderte und nicht behinderte ehemals langzeitarbeitslose Mitarbeiter gemeinsam mit einem erfahrenen Küchenchef. Gekocht wird mit frischem Obst, Gemüse und Salate aus eigenem Anbau. Das Speiseangebot richtet sich nach den ernährungsphysiologischen Bedürfnissen und geschmacklichen Vorlieben von Kindern.
Die Hauptgerichte werden, Suppe und ein Glas Wasser inbegriffen, voraussichtlich zu einem Preis von etwa 3,10 € angeboten.
In der Ausschusssitzung wird ein möglicher Überlassungsvertrag an die Priska gGmbH für die Verpflegung, die Reinigung der Küche sowie der Essenausgabe besprochen und dann nochmals dem Gemeinderat zur abschließenden Abstimmung vorgelegt werden.
Ein weiterer wesentlicher Punkt auf der Tagesordnung ist die jetzt vom Schulamt offiziell bekannt gegebene Auflösung der Kleinostheimer Hauptschule. Trotz aller Bemühungen und Hoffnungen, vor allem durch die Neubesetzung des Landtages, ist es nun amtlich: Die Volksschule Kleinostheim wird zu Beginn des Schuljahres 2009/2010 eine Grundschule mit den Jahrgangsstufen 1 bis 4 werden.
Das Schulamt begründet die Auflösung der Hauptschule mit den fehlenden Voraussetzungen des BayEUG, wonach Hauptschulen in den Jahrgangsstufen 5 bis 9 mehrzügig geführt werden sollen bzw. zumindest jeder Jahrgang die Mindestanzahl der Schüler erreichen muss. Da die zurückgehenden Schülerzahlen dies in Kleinostheim nicht mehr möglich machen, ist die Hauptschule aufzulösen, Art. 32 Abs. 6.
Die Regierung von Unterfranken empfiehlt, den Schulsprengel der Ascapha-Schule Mainaschaff (VS) auf die Gemeinde Kleinostheim zu erweitern, damit die Kleinostheimer Schüler nach Mainaschaff gehen können.
Die Gemeinde hat zwar ein Recht zur Stellungnahme zu diesen beabsichtigten Änderungen. Eine Mitbestimmung ist aber leider vom Gesetzgeber nicht vorgesehen.
Der Ausschuss wird daher wohl oder übel nur gegen die Schließung protestieren, diese aber nicht verhindern können.
Tanja Rock, Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler Fraktion
