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22. Februar 2010

Jahresabschlussbericht der Freien Wähler Fraktion 2009


Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

sehr geehrte Damen und Herren des Gemeinderates und der Verwaltung,

der Jahresrückblick für 2009 beinhaltet natürlich als großes Thema die Schule in Kleinostheim und die damit verbundenen vielen Auseinandersetzungen. Nur kurz genannt seien hier die Diskussionen über die Umbenennung der neuen Schule, das Ende der Mittagsbetreuung Mikesch e.V., die Einführung einer gebundenen Ganztagsklasse, der Umzug der Hauptschüler nach Mainaschaff und die Auswirkungen dieses Umzuges für die Gemeinde, aber auch die Vereins- und Jugendarbeit.

Es gab hier viel zu besprechen und zu entscheiden. Wie sich die Veränderungen auswirken müssen wir abwarten, aber wir denken, dass alles erdenklich Mögliche gemacht wurde, um den Schülern eine lerngerechte und auch sympathische Umgebung zu gewährleisten. Durch die in Auftrag gegebene Freisportanlage wird dies dann noch verdeutlicht.

Gelernt haben wir aus diesen Diskussionen auch einiges. Gerade ich persönlich habe noch sehr genau die Situation vor Augen, als auf Wunsch des Elternbeirates eine Begehung der alten Ketteler Schule stattfand. Damals wurde an nichts ein gutes Haar gelassen und Jahre später, nach sehr viel Arbeit, wird dann der Neubau wiederum nur kritisiert. Dies zeigt einmal mehr, wie wichtig es ist, die Anliegen, die an uns Gemeinderäte gestellt werden,  kritisch zu prüfen und das Gemeinwohl nicht aus den Augen zu verlieren.

Auch das Neue Jahr wird sicherlich nicht langweilig werden. So wird zum Beispiel der geplante Bau einer neuen Hochspannungsleitung sicher Wirbel verursachen, das Vitamar feiert 35. Jubiläum und unsere Kindertagesstätte Spatzennest wird 40, die weitere Nutzung des Bahnhofsgebäudes steht zur Diskussion an und auch die Parksituation rund um den Bahnhof muss überdacht werden.

Was aber auf jeden Fall im nächsten Jahr angegangen werden kann, da dies nur gute Ideen und nicht unbedingt viel Geld erfordert, ist die Neuregelung des innerörtlichen Straßenverkehrs. Denn hier bedarf es einer übergreifenden Lösung. Die derzeitigen höchst unterschiedlichen Regelungen hinsichtlich Vorfahrtsregelungen und Geschwindigkeits-begrenzungen führen zu einer für den Bürger kaum noch überschaubaren Situation.

Die Haushaltsberatungen im kommenden Jahr werden eine Herausforderung sein, auch wenn ein Großteil der Ausgaben durch die Projekte in der Vergangenheit unvermeidbar sind. Denn noch nie war es so schwer, eine Vorhersage für die finanzielle Zukunft der Gemeinde zu treffen. Die Wirtschafts- und Finanzkrise lässt nach den Angaben des Bayerischen Städtetages erhebliche Einnahmeverluste befürchten, nicht nur bei der Gewerbesteuer, sondern auch bei den Einkommensteuern. Ob die in Aussicht gestellte Minderung der Kreisumlage tatsächlich kommt, steht noch nicht fest. Die Ansiedlung neuer Gewerbebetriebe wird ebenso noch schwieriger werden.

Somit kommt unser jährlicher Appell, etwas vorsichtiger beim Geld ausgeben zu sein, auch heute wieder, ebenso eindringlich wie in den Vorjahren.

Die Zusammenarbeit mit unserem Ersten Bürgermeister und der Verwaltung im vergangenen Jahr war wieder einmal lobenswert. Herzlichen Dank auch an die Presseberichtserstatter.

Wir wünschen Allen ein frohes Weihnachtsfest und ein glückliches, gesundes Neues Jahr.

Tanja Rock

17. Dezember 2009                         Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler Kleinostheim e.V.

Antrag auf Erstellung eines Verkehrskonzeptes für den innerörtlichen Verkehr in Kleinostheim vom 28. Januar 2010


Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

sehr geehrte Damen und Herren des Gemeinderates,

die Verkehrssituation in Kleinostheim wird leider immer unübersichtlicher. Vorfahrtsberechtigte Straßen enden plötzlich in einer „Rechts-vor-Links-Zone“, es gibt einen ständigen Wechsel von 30er Zonen zu Ortsgebieten, in denen 50 erlaubt ist und die Parkregelungen wechseln von Straße zu Straße. Da gibt es zeitlich eingeschränkte Zonen mit einer Parkdauer von maximal einer Stunde, es gibt Gegenden, da muss alle drei Tage das Fahrzeug bewegt werden, manchmal darf man mit dem Pkw auf dem Gehweg stehen, manchmal nicht.

Die B8 soll umgebaut werden, um dort den Verkehrsfluss zu mindern. Andererseits wird befürchtet, dass dann andere Straßen umso mehr belastet werden.

Die Parksituation rund um den Bahnhof wird zu Recht immer wieder diskutiert. Grundstückseinfahrten werden ignoriert und immer wieder müssen größere Fahrzeuge (Müllabfuhr, Lieferanten) rückwärts fahren, weil die Durchfahrt nicht möglich ist.

Die Situation ist bekannt und es wurde schon mehrfach versucht, diese zu entschärfen. Da aber immer nur an einigen Ecken in Kleinostheim Änderungen vorgenommen wurden ist ein klares, einheitliches Konzept nicht mehr zu erkennen und dies leider weder für die Ortsansässigen noch die Ortsfremden.

Die Freien Wähler beantragen daher, ein Gesamtkonzept für Kleinostheim zu entwickeln, das möglichst die Interessen aller am Verkehr Teilnehmenden berücksichtigt. Es sollen keine großen Gelder in die Hand genommen werden, sondern Ideen und Pläne, Erfahrungen und Informationen gesammelt und dann bestmöglich umgesetzt werden.

Angeregt wird, einen gesonderten Ausschuss der Gemeinderäte hierzu zu bilden, der durch Ortsbegehungen und Fahrten durch Kleinostheim, aber auch durch Gespräche mit Anliegern, die Ideen für ein Konzept entwickelt.

Die Fraktion beantragt, diese parteiübergreifende Erstellung eines Verkehrskonzeptes auf die nächste Tagesordnung zu setzen.

Tanja Rock

Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler Kleinostheim e.V.