- Freie Wähler Bayern - - Freie Wähler Bayern - - Freie Wähler Bayern -
Die Pläne der Bayerischen Regierung, die Hauptschulen „zu reformieren“ sind derzeit das aktuelle Thema in den Medien, zum Beispiel in den Zeitungen vom 12. Oktober 2009:
Münchner Merkur, S. 16 – „CSU-Streit über Hauptschule“
Abendzeitung, S. 4 – „CSU streitet offen über Hauptschule“
BILD, S. 6 – „Schul-Streit! Huber will Spaenle belehren“
Süddeutsche, S. 49 – „Hauptschulreform des Kultusministeriums auch in der CSU umstritten. Widerstand gegen `Schüler-Wanderzirkus´“
Hierzu zwei aktuelle Berichte/Anmerkungen aus dem Landtag.
Kritik der Freien Wähler an Spaenles Hauptschulkonzept
München (wb). Dass immer mehr CSU-Politiker die Kritik der Freien Wähler zur Hauptschulreform ernst nehmen, begrüßt die FW-Landtagsfraktion ausdrücklich. Viele Bürgermeister der CSU würden allmählich die falsche Weichenstellung der durch Kultusminister Ludwig Spaenle angedachten Reform erkennen und dagegen protestieren.
In einem Brief an Spaenle hatte der frühere CSU-Chef Huber sich den Befürchtungen der Freien Wähler, dass die Hauptschule durch die Reform immer mehr an Wohnortnähe verliere und hohe Kosten für die Beförderung von Schülern verursache, angeschlossen. Die Freien Wähler seien, so Gottstein weiter, gerne bereit, Hilfe bei der Entwicklung eines sinnvollen Konzepts zum Erhalt der wohnortnahen Hauptschule zu leisten. Ein Video-Interview mit Eva Gottstein zur Zukunft der Hauptschule sowie zum FW-Konzept „Berufliche Mittelschule“ ist unter http://www.fw-landtag.de/archiv/2009/video-neues-aus-der-landtagsfraktion-121009/ abrufbar.
Aiwanger: Mittelschulpläne der Staatsregierung sofort stoppen
Als „Weg ins Chaos“ haben die Freien Wähler die Pläne der Staatsregierung bezeichnet, die Hauptschulen in Mittelschulen mit den Zweigen Soziales, Wirtschaft und Technik umzubauen. Die hierfür benötigten 300 bis 500 Schüler je Schulstandort bzw. Einzugsgebiet würden gerade in ländlichen Gebieten weite Schulwege mit hohen Transportkosten, eine Entfremdung der Schüler von ihren Heimatgemeinden, anonymen Massenbetrieb und organisatorisches Chaos nach sich ziehen. Sowohl in den Kommunen als auch in der Lehrerschaft wächst deshalb der Widerstand gegen diese Strukturreform.
Schulleitern wird mittlerweile „von oben“ untersagt, ihre berechtigte Kritik öffentlich kund zu tun.
FW-Landesvorsitzender Hubert Aiwanger: „Die Staatsregierung muss ihre unausgegorenen Mittelschulpläne sofort stoppen. Sie ruiniert sonst die Hauptschulen. Es ist außerdem nicht hinnehmbar, dass Schulleiter einen Maulkorb verpasst bekommen, wenn sie vor Fehlentwicklungen warnen. Das erinnert an das Vorgehen der früheren Kultusministerin Hohlmeier gegen Schulleiter wie Herrn Schrägle, die das G8 kritisiert hatten und dann zwangsversetzt wurden.
Als „interessante Entwicklung“ bezeichnen die FW die Aussagen des ehemaligen CSU Wirtschaftministers und CSU-Parteivorsitzenden Erwin Huber, der die eigene Partei davor warnt, die Mittelschulreform weiter voran zu treiben, da die Bürgermeister Widerstand leisten würden.
Die FW fordern den Erhalt kleiner wohnortnaher Hauptschulstandorte mit ausreichender Lehrerversorgung, um die Schüler innerhalb ihrer Klassenverbände möglichst individuell fördern zu können.
Aber auch die Gymnasien sind Gegenstand weiterer Diskussionen. Gerne geben wir eine Einladung der Freien Wähler zur Regionalkonferenz nach Bamberg bekannt:
Einladung zur bildungspolitischen Regionalkonferenz der Fraktion der Freien Wähler
am 24. Oktober 2009 in Bamberg
Sehr geehrte Damen und Herren,
Pleiten, Pech und Pannen – mit diesen Worten kann man die Einführung des G 8 vor nunmehr fünf Jahren beschreiben. Aus diesem Anlass lädt Sie die Fraktion der Freien Wähler zur
Bildungspolitischen Regionalkonferenz
am Samstag, den 24. Oktober 2009
von 10:00 bis 15:00 Uhr
im Hotel St. Nepomuk, Obere Mühlbrücke 9 in 96049 Bamberg
ein.
Mit Beginn dieses Schuljahres kamen die ersten Schüler des G 8 in die neu konzipierte Oberstufe und treffen damit gleich auf zwei Herausforderungen: zum einen gelten für sie neue Prüfungsbedingungen mit verpflichtenden Abiturfächern und der Einführung der W- und PSeminare, zum anderen kommt erschwerend hinzu, dass diese Schüler bei ihrem Eintritt ins Studium oder Berufsleben in Konkurrenz mit dem letzten G 9 Jahrgang stehen. 2011 werden doppelt so viele Abiturienten wie gewöhnlich entlassen. Dies stellt eine gewaltige Herausforderung dar und es sind noch viele Fragen offen, zum Beispiel:
- Reichen die von der Staatsregierung geplanten zusätzlichen Studienplätze (insbesondere in den NC-Fächern) aus?
- Werden genügend Wohnheim- und Mensaplätze geschaffen?
In unserer Podiumsdiskussion wollen wir die Probleme des doppelten Abiturjahrgangs sowohl aus der Sicht der Schule als auch aus der der Hochschule und Wirtschaft beleuchten. Wir freuen uns über Ihre Teilnahme an dieser Regionalkonferenz.

